Kindernotfälle werden Pflichtbestandteil der Rettungsdienstfortbildung

Wiesbaden(pm). Dr. Daniela Sommer, die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion und Obfrau für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege begrüßt den Erlass der Hessischen Landesregierung: „Mit der neuen Regelung will Hessen sicherstellen, dass sich garantiert alle Einsatzkräfte im Rettungsdienst jedes Jahr mit diesem wichtigen Thema befasst haben müssen und dass im Notfall auch den Kleinsten schnell und kompetent geholfen werden kann.“ Kindernotfälle stellen Mitarbeiter im Rettungsdienst vor besondere Herausforderungen. Kinder sind keine „kleinen Erwachsenen“, sie haben eine andere Anatomie, Physiologie und Psychologie. Ohne eine entsprechende Fortbildung, die derzeit schon möglich, aber nicht verpflichtend, war, entsteht Unsicherheit beim Rettungsdienstpersonal. „Um die Einsatzkräfte für schwere Kindernotfälle noch besser und verbindlich für alle vorzubereiten, ist dies nun per Erlass zu einem Pflichtbestandteil der Rettungsdienst-Fortbildung geworden! Das ist auch eine Vision, die die Koalition von CDU und SPD in Waldeck-Frankenberg im Koalitionsvertrag aufgegriffen hatte. In unserem Flächenlandkreis gibt es keine pädiatrische Station. Im Notfall kann nun besser sichergestellt werden, dass Kindern und Jugendliche in Notfällen schnell Hilfe zuteilwird und sie von Anfang an spezialisiert versorgen werden können. Dies ist durch gezielte Fortbildungen in Theorie und Praxis zu trainieren und zu wiederholen, um eine bestmögliche medizinische Versorgung kritisch kranker oder verletzter Kinder, Babys oder Neugeborener sicherzustellen“, betont Dr. Sommer.

Sommer erinnert an das erfolgreiche Projekt „Telenotarzt“ und wünscht sich, dass es auch möglich sein sollte, einen Kindertelenotarzt im Notfall hinzuzuziehen. Der Einsatz von Telenotärzten zeigt, dass das Hinzuziehen der Expertise gut funktioniere. Sie berichtet von dem Projekt „Gießener Medical Intervention Car“, dass sich derzeit in der Praxisphase befindet. Es werde dabei unter anderem getestet, wie das Rettungsdienstpersonal am Einsatzort bei Notfällen mit kritisch verletzten Kindern oder Kinder-Reanimationen zusätzlich durch erfahrene Ärztinnen und Ärzte unterstützt werden kann. Kindertelenotärzte und ein Hinzuziehen weiterer Expertise sind wichtig, um die Versorgung bei Kindernotfällen zu verbessern.

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